Islands erster Siedler
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Der kleine arktische Fuchs
Der arktische Fuchs (isländisch: melrakki) ist ein smartes Tierchen. Zum Ende der letzten Eiszeit war er trotz des unwirtlichen Klimas über die gefrorene See gekommen und hatte in der Einsamkeit dieser kleinen Insel ein neues Zuhause gefunden. Er ist damit Islands einziger echter Ureinwohner und hat jahrhundertelang die Fantasie und Neugier von Scholaren und Forschern angeregt. Seit dem Jahr 2010 hat der arktische Fuchs nun sein eigenes Museum, in der Region der Westfjorde, wo er vor allem zuhause ist.

Eine einzigartige Ausstellung am Ende der Welt

Das Zentrum des Arktischen Fuchses befindet sich im ältesten Haus des Örtchens Súðavík. Der 120 Jahre alte Hof Eyrardalsbæ ist liebevoll restauriert worden und liegt genau zwischen dem durch ein schweres Lawinenunglück im Jahr 1995 zerstörten ‚alten Dorf‘ und dem wiederaufgebauten ‚neuen Dorf‘, in sicherer Entfernung zu den gefährlichen Bergen. Das Zentrum dient als kultureller Mittelpunkt der Region und bietet eine reichhaltige wissenschaftliche Sammlung, sowie regelmäßige Ausstellungen lokaler Handwerkskunst.
Hauptanliegen des Museums ist jedoch das Sammeln und Erhalten von allem Wissenswertem rund um den arktischen Fuchs und seiner jahrhundertelangen Koexistenz mit dem Menschen. Was zum Beispiel kaum jemand weiß: die Fuchsjagd ist die älteste bezahlte Jagdweise in Island.   

Die Ausstellung informiert in ihren drei Abteilungen über die Biologie des Fuchses, über Jagd und Jäger, und zeigt im dritten Teil Hinterlassenschaften von Fuchsjägern durch die Jahrhunderte. Dazu gibt es schriftliches Material und Videoinstallationen, und natürlich präparierte Füchse. Die Fuchs-Ausstellung ist in Island einzigartig und ganzjährig geöffnet. Das Museum widmet sich als gemeinnützige Einrichtung ausschließlich der Erforschung des Fuchses. Umfassende Information der Besucher beinhaltet jedoch auch die Kooperation mit den regionalen Tourismusdiensten, um bei geführten Touren arktische Füchse in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Ökotourismus und Umweltbewusstsein werden von den Fuchsleuten von Súðavík großgeschrieben.
Als neuste Attraktion kann das Museum jenes präparierte Exemplar des Eisbären zeigen, der im Jahr 2011 in den Westfjorden an Land gegangen und aus Sicherheitsgründen abgeschossen worden war. Das Fuchs-Zentrum verfügt über eine bessere Lagerungsmöglichkeit für die tierische Preziose als der Ort, wo er eigentlich hingehört, und wurde daher als Ausstellungsort ausgewählt.
Eine kleine Boutique bietet Kunsthandwerk und Souvenirs aus der Region. In dem hübschen Café innerhalb des Zentrums können Sie hausgemachte Kuchen, leichte Gerichte und hervorragenden Kaffee genießen, und natürlich die Aussicht von der Terrasse aus auf die imposanten Berge und die See. Das Café verfügt über freien Internetzugang. An Freitagabenden gibt es live-Musik und man verbringt gerne einen gemütlichen langen Abend in Eyrardalsbæ.
 
The Arctic Fox Center/Das Zentrum des Arktischen Fuchses
Eyrardal • 420 Súðavík
+354 456 4922
melrakki@melrakki.is
www.melrakki.is

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