Das Vogelparadies Südislands
Das Vogelparadies Südislands
Von Djúpivogur bis Lón nichts als Vögel

Die Gemeinde Djúpivogur, die zusammen mit Lón, dem Thvottárskrídur und den Hügeln von Hvalsnessskrídur auch den Berufjord, den Álftafjord, den Hamarsfjord und die Insel Papey umfasst, gehört zu den fünf beliebtesten Vogelbeobachtungsgebieten Islands.
Die größte und vielfältigste Vogelpopulation findet sich hier in eutrophen Küstenseen, Wattlandschaften und den flachen Gewässern, die ebenso internationale Bedeutung als Brutgebiete erlangt haben wie die Klippen von Papey etwa sechs Kilometer vor der Küste von Djúpivogur.
Nur wenige Schafbauern leben an der Küste, die meisten Einwohner der Region befinden sich im Örtchen Djúpivogur.
Das Umland besticht durch seine Einzigartigkeit. In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde viel für ornithologisch interessierte Besucher getan. Informationstafeln und versteckte Beobachtungshütten sowie eine informative Webseite helfen dem Vogelfreund bei der Planung seiner Vogelsafari.
Die Brandgans hat sich in den vergangenen Jahren in Island etabliert. Ohrentaucher, Sterntaucher, Löffelente, Spießente, Eisente und Felsenente sind ihre Nachbarn.  Während der Zugsaison finden sich auch Knutt, Sanderling und Steinwälzer in den Wattflächen um Búlandsnes herum.
Im Berufjord westlich von Djúpivogur kann man die Harlekinente an der Mündung des Flusses Fossá und anderer Flüsse in den Fjord beobachten.

Die Insel Papey ist leicht zu erreichen, im Sommer gibt es eine regelmäßige Fährverbindung zu der 2 qm Kilometer großen Insel, die vor allem aus Marschland besteht und von kleinen Atollen umgeben ist.
Hier leben vor allem Seevögel. Man schätzt die Population der Papageientaucher auf etwa 20.000. dazu finden sich Dickschnabellummen, Trottellummen, Tordalken und Dreizehenmöwen, die ihre Brutgebiete hier haben. In den Wattflächen der Insel leben viele weitere Vögel. Neuerdings brüten auch die Krähenscharbe und die Sturmschwalbe auf der Insel.

Südlich von Djúpivogur bieten der Hamarsfjördur und der Álftafjördur  Brutplätze und Rastmöglichkeiten für Zugvögel wie Gänse und Singschwäne. Über 3600 Uferschnepfen sind bei einer einzigen Vogelzählung ermittelt hier worden, der Álftafjördur ist damit der größte Rastplatz dieser Spezies in ganz Island. Die Fjorde sind auch die wichtigsten Mauserplätze für die Graugans, und die Brandgans hat ihr Brutgebiet von Djúpivogur aus hierher ausgedehnt.
Südlich des Álftafjords geht es an steilen Hängen  vorbei, darunter den Thvottárskridur und den Hvalsnesskridur. Im Sommer kann man hier auf dem Meer die Trauerente finden. Auch Samtente und Brillenente sind häufige Gäste. Große Kolonien von Eiderenten entledigen sich hier ihrer Federn im Spätsommer, und Eisenten, Harlekinenten und Gryllteisten füttern ihren Nachwuchs aus der reichhaltigen See.
Weiter westlich erreicht man einen weiteren flachen Fjord. Hier im Lón lebt die größte Singschwanpopulation der Welt, eins der größten isländischen Naturwunder. Die Schwäne leben das ganze Jahr über hier, und zu bestimmten Jahreszeiten, etwa während der Frühlingsreisezeit oder der Spätsmmermauser, kann man bis zu 10.000 dieser eleganten Vögel beobachten. Gesellschaft finden die Schwäne durch Graugänse, Pfeifenten und Eiderenten.
Rentiere sind hier das ganze Jahr zu beobachten, vor allem jedoch im Winter und im Frühjahr. Auch der Seehund ist weit verbreitet und hat seine Kinderstube in Thvottáreyjar, doch hält er sich dort lieber verborgen.
Die Region Papey, Hamarsfjördur-Álftafjördur und Lón sind von der Vogelschutzorganisation BirdLife International als IBA/bedeutende Vogelgebiete gelistet. Auf der Webseite www.bird.is finden Sie weitere Informationen zum Vogelleben in Djúpivogur.


Text+Fotos Jóhann Óli Hilmarsson

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